HobbyArt - Technikunde
Farbe im Fluss

Trendtechnik in Acryl

Materialkunde |Pouring, Acrylgießen, Fluid Painting oder Fluidart sind die Bezeichnungen für die Trendtechnik in Acryl. Sie sorgt für spektakuläre Ergebnisse und eignet sich für Einsteiger in die Acrylmalerei ebenso wie für bereits erfahrene Künstler. (Quelle: Kreul, Efco und Schmincke)

Techniken
Je nach Gießmethode variiert das Ergebnis. Eine Einheitstechnik gibt es nicht, dennoch unterscheiden sich die Anwendungen. Hat man ein Gefühl für Farben und Gießtechnik entwickelt, kann wild kombiniert und experimentiert werden.

Mischen
Bereits mit drei Farbtönen können faszinierende Ergebnisse geschaffen werden. In je einen Becher wird ein Teil Farbe und mehrere Teile Pouring Medium gegeben (Angaben des Herstellers beachten). Mit einem Malmesser wird der Mix langsam und gleichmäßig verrührt, so dass er von der Spitze des Malmessers tropft. Die Konsistenz aller Farbtöne muss gleich sein und erinnert an flüssigen Honig. Tipp: Falls kleine Luftbläschen entstanden sind, können diese durch Klopfen des Bechers zum Platzen gebracht werden.


Material
Acrylfarben und Pouring Medium (z. B. von Kreul, Schmincke oder Efco), Malgrund (z. B. Keilrahmen, Airplac, Pappart-Boxen/-Figuren oder Glas), Folie zum Schutz der Arbeitsfläche, transparente Mischbecher, Malmesser/Spatel zum Verrühren, Abstandshalter (z. B.
Becher), Papiertücher, Einweghandschuhe.

Puddle Pour
Ideal für Einsteiger: Jeder Farbton wird einzeln auf den Keilrahmen gegossen. Der erste Ton bildet die Basis. Alle weiteren Farben werden ineineander und übereinander gegossen und durch kippen des Malgrunds und durch Nachgießen in ihrem Muster verändert.


Fotos
Flip Cup oder Dirty Pour
Bei der Technik Flip Cup werden die vorab mit Pouring Medium gemischten Farben nach Belieben in einem Becher aufgeschichtet. Dabei die Farben nicht zu stark mischen. Für das Dirty Pouring in diesem Schritt die Farben mit Hilfe eines Holzstabes ganz leicht rühren, ohne die Farben zu mischen.

Fotos
Jetzt den Malgrund auf den Becher legen und zusammen mit Schwung umdrehen. Den Becher abheben und die Farben fließen lassen. Die Farbe lässt sich nun durch vorsichtiges Schwenken des Objekts verteilen.


Trocknen
Je nach Schichtdicke der Farbe und Größe des Objekts dauert es zwischen 12 und 72 Stunden bis alles komplett durchgetrocknet ist. In dieser Zeit sollte das Kunstwerk nicht bewegt werden um nachträgliche Verschiebungen der Farbe zu vermeiden.

Pourings
Der Hype des sogenannten Pourings ist im vergangen Jahr von den USA nach Deutschland „geschwappt“. Bei dieser Technik wird Acrylfarbe mit dem Pouring Medium gemischt. Auf diese Weise erhöht sich die Fließfähigkeit der Farbe und macht sie für die Gießtechnik tauglich. Geschichtete Farben werden dann in einem oder mehreren Schritten auf den Untergrund gegossen (engl. „to pour“) und es kommt zu nur sehr begrenzt steuerbaren, bizarren Farbflüssen.

Lack
Nachdem alles getrocknet ist, kann das Pouring Medium als glänzender Überzugslack pur auf das Werk mit dem Pinsel aufgetragen werden.

Swirl, Wave oder Tree Ring
Diese Technik wird oft mit einer der Pouring-Techniken kombiniert. Die Farben werden vorsichtig mit kreisenden Bewegungen auf den Malgrund gegossen.

Effekte
Durch Hinzugabe von Silikonöl entstehen galaxieartige Zellenbildungen und Strukturen, die die Farbe effektvoll aufreißen lässt. Das durchsichtige Öl drängt die wasserbasierten Acrylfarben zurück und die darunterliegende Farbschicht wird sichtbar.


Noch mehr Tipps und Tricks zum Pouring-Trend gibt es u.a. in diesen beiden Titeln

Pourings

Der Hype des sogenannten Pourings ist im vergangen Jahr von den USA nach Deutschland „geschwappt“. Bei dieser Technik wird Acrylfarbe mit dem Pouring Medium gemischt. Auf diese Weise erhöht sich die Fließfähigkeit der Farbe und macht sie für die Gießtechnik tauglich. Geschichtete Farben werden dann in einem oder mehreren Schritten auf den Untergrund gegossen (engl. „to pour“) und es kommt zu nur sehr begrenzt steuerbaren, bizarren Farbflüssen.


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