HobbyArt - Technikunde Malen auf Porzellan,

Malen auf Porzellan

Materialkunde |Ob Kaffeebecher, Teller oder Figuren, Porzellan lässt sich ganz individuell bemalen oder dekorieren. Die Industrie bietet hierfür Farbe, Stifte und Zubehör an. Damit die gestalteten Objekte lange für Freude sorgen, geben wir Ihnen und Ihren Kunden einen kleinen Überblick an die Hand.

Abb. Kreul
Vorreinigung

Das Porzellan muss vor der Bemalung komplett fettfrei und frei von Beschichtungen sein. Am besten das Objekt mit einem Schwämmchen und Handspülmittel/Scheuermilch reinigen. Abschließend mit Spezialreiniger oder Spiritus etwaige Fingerabdrücke abreiben. Nicht in der Spülmaschine vorreinigen.

Abb. Kreul


Übertragen von Motiven

Die Vorlage auf der Rückseite mit einem weichen Bleistift schraffieren. Das Blatt mit der Schraffur nach unten auf das Porzellan legen. Die Kontur fest mit dem Bleistift nachfahren und so das Motiv übertragen.

Schnittflächen und Trinkränder

Abb. Edding
Der Abrieb durch Essbesteck kann die Bemalung beschädigen. Zudem sind Porzellanfarben nur zu Dekorationszwecken und nicht für einen direkten Lebensmittelkontakt vorgesehen. Schnittflächen, Innenflächen und den Trinkrand daher nicht bemalen, d. h. nur am Tellerrand oder auf der Tasse außen malen.


Korrekturen

Solange die Farbe noch nicht durchgetrocknet ist, sind Korrekturen oder eine komplette Entfernung des Farbauftrags mit einem Tuch oder Wattestäbchen und einem Spezialreiniger oder Spiritus möglich.


Fixieren

Abb. Kreul
Das verzierte Objekt trocknen lassen. Viele Porzellanfarben werden im Backofen eingebrannt, andere trocknen drei Tage an der Luft spülma-schinenfest aus. Hierzu die jeweiligen Angaben des Herstellers beachten.



Reinigen

Nach dem Fixieren ist das bemalte Geschirr meist im Gläser- und Tassenprogramm bei max. 50°C in der Spülmaschine zu reinigen. Bei der täglichen Reinigung Scheuern und Reibung vermeiden, indem das bemalte Objekt z. B. in der Spülmaschine möglichst frei steht und nicht aneckt. Beim Abwaschen von Hand keine Bürste benutzen.

Techniken

Bei der Verzierung von Porzellan können verschiedene Techniken zum Einsatz kommen, je nach gewünschtem Effekt.

Airbrush

Hierfür wird Porzellanfarbe z. B. Marabu Pocelain 1:2 verdünnt und mittels Spritzpistole (Düsengröße: ab 0,2 mm, ab 1,9 bar Druck) in hauchdünnen Farbschichten auf­getragen. Effekte sind durch Veränderung der Düsenöffnung oder des Abstandes möglich, auch Schablonen können eingesetzt werden.

Flächiger Auftrag

Für feine Flächen mit zartem Verlauf die Farbe mit dem Schablonierschwamm oder -pinsel leicht auftupfen. Nur wenig Farbe aufnehmen.

Freihandmalen

Abb. Marabu
Die flüssige Farbe mit einem weichen Pinsel auftragen oder mit dem Painter bzw. der Reliefpaste direkt auf den Untergrund malen. Mit dem Pinsel die Farbe möglichst flach auftragen damit sie nicht verläuft. Für runde Gegenstände eine Drehscheibe verwenden um einen geraden Pinsel oder Stiftstrich zu erhalten.

Konturentechnik

Erhabene Konturen mit Reliefpaste zeichnen. Vorlage auf das Porzellan übertragen und nachfahren. Ca. 30 Min. trocknen lassen, dann das Motiv mit einem Pinsel und Porzellanfarbe oder einem Marker ausmalen.

Abb. Marabu
Schablonieren

Mit den selbstklebenden Schablonen gelingen auch aufwändige Motive. Schablone an einer ebenen Fläche fest andrücken. Die Farbe mit dem Schablonierschwamm oder -pinsel aufnehmen, überschüssige Farbe abtupfen und gleichmäßig aufstupfen. Die Reliefpaste mit einem Malmesser über das Schablonenmotiv ziehen. Schablone vorsichtig ablösen.


Abb. Marabu
Verzierungen und Schriften

Porzellanpainter gibt es von verschiedenen Herstellern mit unterschied­lichen Spitzenformen: für einen flächigen Auftrag mit Pinselmalgefühl, Malen und Schreiben in mehreren Strichstärken bis hin zum effektvollen Schreiben mit einer Kalligrafiespitze. Verzierungen, Schriften oder Formen mit einer Reliefpaste sorgen für erhabene Effekte. Glitter oder Glasperlen können auf die noch feuchte Paste aufgestreut werden, sie kann modelliert oder mit einer Spachtel aufgetragen werden.




Pumpsystem-Marker richtig aktivieren

Marker mit aufgesetzter Kappe kräftig schütteln. Dann den Marker auf einem Testpapier auf die Schreibspitze setzen und durch vorsichtiges
Drücken auf die Spitze einige Male pumpen, bis die Tinte in der Spitze erscheint. Auf dem Testpapier mit ein paar Strichen den Marker anschreiben. Und nicht vergessen: Kappe nach Gebrauch immer wieder fest aufsetzen.


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